Besitzen Sie ein altes Haus aus der Zeit vor 1900? Dann sollten Sie bei der Sanierung mit Bedacht vorgehen. Andernfalls könnte Ihnen das Haus Ihr Engagement sehr übel nehmen. Lesen Sie nun, welche eventuellen Sünden Sie unter Umständen vermeiden sollten.

Mit Charme und kleinen Unzulänglichkeiten.

Alte Häuser sind nicht perfekt. Das sollen sie auch nicht sein. Ganz im Gegenteil: Wer ein sehr altes Haus besitzt, will sein Alter in der Regel nicht vertuschen. Eine Sanierung ist aber trotzdem irgendwann nötig. Wo viele einfach drauflos sanieren und ohne Rücksicht auf den Charme des Gebäudes Unzulänglichkeiten einfach ausbügeln, gehen inzwischen viele Besitzer alter Häuser den schwereren aber stilvolleren Weg: Sie erhalten das Haus so, wie es ist und holen damit das Alte in die Neuzeit. Vom Charme und der möglichen Wärmedämmung haben wir bereits geschrieben. Schauen wir uns jetzt mal an, wie es sich mit den diversen Baustoffen und/oder Materialien verhält.

Umbau oder Sanierung: Vermeidbare Sünden.

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Sünde Nummer 3: Das Baumaterial.
Gerade alte Häuser, die vor dem 20. Jahrhundert gebaut worden sind, kannten keine modernen Baustoffe wie hochwertigen und –technischen Zement. Man kannte auch keinen Gips. Das bedeutet: Wer ein so altes Haus besitzt und auf „aktuellen“ Stand bringen will, sollte dem Haus zur Liebe auf diese modernen Baustoffe verzichten. Das heißt nun nicht, auf Komfort verzichten zu müssen nein. Leitungen, Dosen und andere Dinge müssen Sie nicht mit Gips im Mauerwerk befestigen. Auch Zement muss nicht unbedingt für die Reparatur der Wände benutzt werden. Kalk wäre da die bessere Wahl.

Übrigens: Gips gehört auf gar keinen Fall in den Nassraum. Gleiches gilt für die Wände im Allgemeinen.

Tipp: Suchen Sie unbedingt nach Hinweisen, was die Hauptbaustoffe für Ihr altes Haus waren. Danach können Sie ganz konkret auf Einkaufstour gehen. Nur, wenn Sie Materialien nutzen, die sich mit der alten Substanz vertragen, verhindern Sie auf Dauer Schäden am Bauwerk.

Und noch ein Hinweis: Gips ist grundsätzlich keine besonders gute Wahl, wenn es an das Sanieren von Häusern geht. Gern werden damit Schlitze für Leitungen verschlossen. Sie sollten das vermeiden.

Bitte beachten Sie, dass wir hier nicht gegen eine energetische Sanierung schreiben. Diese Ratgeber stellen lediglich Aspekte dar, über die Sie vor einer Sanierung eines so alten Gebäudes nachdenken sollten. Jünger Häuser gehören freilich energetisch fachgerecht saniert.

Weitere vermeidbare Sünden bei der Sanierung eines alten Hauses beschreiben wir im nächsten Beitrag. [Ratgeber 2012 – 067]