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Was ist eigentlich Schimmel?

Schimmel ist ein Pilz, der Schimmelpilz. Soweit die allgemein bekannte und landläufig benutzte Deklaration für den Schmarotzer Schimmel. Wissenschaftler betrachten das aber genauer. Sie differenzieren in Schimmelpilz-Arten und Schimmelpilz-Gattungen. Die Begriffe Schimmelart oder Schimmelgattung vereinfachen lediglich das Verständnis, sind wissenschaftlich aber nicht gebräuchlich. Die Gattung darf man hier als Obergruppe bezeichnen, aus der wiederum die verschiedenen Arten hervorgehen.

Beispiele für Schimmelarten gefällig? Bitteschön:

Der Schimmelpilz Aspergillus niger gehört zur Gattung des Aspergillus. Der Begriff „niger“ (=schwarz) beschreibt seine Art. Übersetzt heißt diese Schimmelart also Schwarzschimmel, übrigens einer der am häufigsten anzutreffenden Schimmelpilze im häuslichen Umfeld.

Auf dieser Seite erfahren sie mehr über die Ursachen des Schimmel sowie über die wichtigsten Schimmelarten, besser Schimmelpilzarten. Wir ordnen sie den entsprechenden Gattungen zu und beschreiben ihre möglicherweise krankmachende Wirkung auf den Menschen. Vorab dies: Wir beschreiben Fakten und Zusammenhänge, wie sie real existieren. Wir bringen Ursachen und mögliche Auswirkungen auf den Punkt. Dabei handelt es sich in der Regel um „Kann-Fakten“, die nicht ungeprüft auf jede Situation übertragen werden dürfen. Wir verfolgen jedoch weder den Anspruch der endgültigen Vollständigkeit, noch ist diese Seite als Beratung im rechtlichen Sinne zu verstehen. Wir können keine Haftung für falsch ausgelegte Inhalte oder falsch umgesetzte Tipps übernehmen. Alle Informationen verstehen sich unverbindlich und vorbehaltlich aktuellerer Neuerungen.

Hinweis: Sporen von Schimmelpilzen können auch im abgestorbenen Zustand noch gefährlich für das menschliche Immunsystem werden. Sie haben nach wie vor Allergie auslösende Eigenschaften. Bedenken Sie bitte, dass Schimmelpilze ein natürlicher Bestandteil des Lebenskreislaufes sind. Der Mensch ist ihren Sporen nahezu ständig ausgesetzt. Wird diese Konzentration im häuslichen Umfeld allerdings zu hoch oder der Kontakt zu intensiv, kann es zu entsprechenden Reaktionen kommen. Damit Sporen sich im häuslichen Umfeld niederlassen und wohlfühlen, brauchen sie die entsprechende Grundlage. Das kann zum Beispiel, wie in vielen Ratgebern bereits beschrieben, Feuchtigkeit sein, die im Mauerwerk aufsteigt und im Hausinnern über die Wandoberfläche austritt.

Achtung: Das Immunsystem kleiner Kinder und älterer Menschen ist in der Regel schwächer als das eines gesunden Erwachsenen. Neben der Gruppe der bereits sensibilisierten und chronisch kranken Menschen sind sie ebenfalls gefährdet, wenn man von potentiellen gesundheitlichen Folgen aufgrund des Kontaktes mit Schimmelpilzen und ihren Giften spricht.

Schimmel durch feuchtes Mauerwerk

Schimmel macht krank – Ursachen und Maßnahmen

Gesundheit ist ein Geschenk und Deutsche kümmern sich gut darum. Doch haben Sie schon an den Ort gedacht, an dem Sie sich am meisten aufhalten: Ihr Zuhause? Die Luftfeuchtigkeit spielt eine große Rolle. In einem 4-Personen-Haushalt kommen täglich etwa zwölf Liter Verdunstungswasser zusammen. Leider verbinden die meisten ihre gesundheitlichen Probleme nicht damit. Schimmel ist ein deutliches Zeichen für zu hohe Feuchtigkeit in einem Raum. Allerdings übersieht man oft die anderen Hinweise, die auftreten, bevor dunkle Flecken sichtbar werden:

  • Klamme Wände
  • Handtücher trocknen nicht
  • Modrig-muffiger Geruch
  • Ständige Müdigkeit
  • Schweres Atmen
  • Benetzte Fensterscheiben
  • Reaktionen, die einer Allergie ähneln

Woher kommt zu hohe Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen?

Laut einer Studie von Immowelt.de von 2012 haben 17 Prozent der deutschen Wohnungen ein Schimmelproblem. Bewohnte Räume sind von starker Feuchtigkeit mehr betroffen als Abstellräume oder Keller. In der Küche wird gekocht, im Badezimmer geduscht. Beide Räume sind daher besonders problematisch. Mehr als die Hälfte der Schimmelfälle sind im Bad, heißt es auch in der Studie. Lüften Sie direkt nach dem Kochen und Duschen, um den warmen Wasserdampf nach draußen zu lenken. Das betrifft auch den Raum, in dem Sie Ihre Wäsche trocknen.

Aber auch in den Schlafzimmern entsteht durch Nachtschweiß Feuchtigkeit, daher sollten Sie morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Zubettgehen stoßlüften. Sie verbringen jeden Tag viel Zeit im Bett, ohne dass es Ihnen bewusst ist. Wer nicht regelmäßig im Schlafzimmer lüftet, schläft schlechter und Ihr Körper ist weniger leistungsfähig. Das Kopfkissen ist eine weitere Quelle für feuchte Luft durch Ihren Atem und sollte oft frisch bezogen werden.

Der Keller und andere unbewohnte Räume sollten Sie nicht vergessen, denn die meisten verfügen nicht über ein Lüftungssystem. Besonders im Sommer kann es zu feucht werden, wenn das Fenster nicht regelmäßig geöffnet wird. Eine Alternative ist ein Luftentfeuchter, falls kein Fenster vorhanden ist. Sie können diese Räume prüfen, indem Sie die Wände abtasten, vor allem die Ecken. Sind diese trocken und fleckenfrei, ist alles in Ordnung.

Liegt die Luftfeuchtigkeit in Ihren Wohnräumen regelmäßig über 60 Prozent, wird Ihr Kreislauf belastet. Denn durch feuchte Luft entsteht drückende Hitze. Das führt zu Schwindel, Kopfschmerzen und Schwächeanfällen. Dazu wird Ihre natürliche Körpertemperaturregelung behindert. Die Folge ist übermäßiges Schwitzen. Viele reagieren schon mit einigen dieser Symptome, wenn der Schimmel noch nicht sichtbar ist.

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Zu hohe Luftfeuchtigkeit birgt die Gefahr von Schimmel

Krankheiten, die durch Schimmel ausgelöst werden können

Spätestens bei Schimmelflecken sollte gehandelt werden. Schimmel vermehrt sich durch Sporen, die zusammen mit Pilzgiften durch die Luft fliegen. Zu einem bestimmten Grad kann der menschliche Körper damit gut umgehen, doch schnell wird er krank. Ulrike Rolle-Kampczyk vom Helmholtz-Institut für Umweltforschung erklärt gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, dass „eine permanente Belastung mit kleinen Konzentrationen dauerhaft zu sogenannten modellierenden Stoffwechselveränderungen führen kann. Das können biochemische Veränderungen aber auch immunologische Veränderungen sein.“ Entdecken Sie schwarze Sprenkel an den Wänden, sollten Sie schnell reagieren. Sonst steigt das Risiko an Allergien oder asthmatischen Erkrankungen zu leiden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) um 75 Prozent. Weitere Krankheiten, die durch Schimmelsporen ausgelöst werden können, sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen und chronischer Erschöpfungszustand
  • Schnupfen
  • Husten
  • Bronchitis
  • Atemnot
  • Fieber
  • Magen-Darm-Probleme
  • Brennende und gereizte Augen
  • Neurodermitis
  • Juckreiz
  • Laufende Nase und Niesen
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Konzentrationsstörungen
  • Schmerzende Muskeln
  • Nasenbluten

Gut gelüftet, trozdem Schimmel: Erwägen sie eine Mauertrockenlegung!

Nur ein Fachmann kann erkennen, woher diese Symptome kommen. Haben Sie den Verdacht, gesundheitliche Schäden durch Schimmel zu haben, suchen Sie Ihren Hausarzt auf, der Sie bei einer Bestätigung an einen Facharzt überweisen wird. Durch regelmäßiges Stoßlüften beheben Sie meistens die Gefahr einer erhöhten Luftfeuchtigkeit von Schimmel und schaffen ein gesundes Raumklima.

Können Sie diesen Wert durch regelmäßiges Lüften nicht erreichen, müssen sie die Ursache der Feuchtigkeit wahrscheinlich woanders suchen:

  • eine undichte Wasserleitung
  • ein Bau- oder Konstruktionsfehler
  • undichte Horizontalsperre (besonder bei älteren Häusern)
  • Undichtigkeit im Wand-Boden-Anschluss (besonders bei neueren Häusern mit Bodenplatte)

Feuchtigkeit am Baukörper ist eine der Hauptursache für Schimmel. In diesem Fall sollten Sie sich professionelle Hilfe holen, um Ihre Wände trocken zu legen und alle Schimmelrückstände dauerhaft zu eliminieren. Nur so können Sie Ihre Gesundheit vor wiederkehrendem Schimmel schützen.

Achtung: Die Raumfeuchte kann auch zu niedrig sein

Übrigens ist nicht nur zu hohe Luftfeuchtigkeit für Sie schädlich, sondern auch zu niedrige. Vor allem im Winter trocknet Heizungsluft die Schleimhäute schneller aus. Diese agieren als natürliche Barriere gegen Bakterien und Viren, die Ihren Körper angreifen würden. Sind sie ausgetrocknet, dringen diese ungehindert ein. Das Resultat ist ein geschwächtes Immunsystem und häufigere Infektionen. Auch hier hilft häufiges Lüften, bestimmte Zimmerpflanzen oder eine Schale Wasser auf der Heizung. Doch im Winter sollten Sie die Feuchtigkeit ebenfalls im Blick behalten, denn viele übertreiben es. Schimmel ist ein jahreszeitlich unabhängiges Problem.

Wie hoch ist die optimale Luftfeuchtigkeit für eine Wohnung?

Die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen beträgt 40 bis 60 Prozent bei etwa 20 Grad Raumtemperatur. Weist ihre Wohnung dauerhaft eine höhere Luftfeuchtigkeit auf, besteht die Gefahr der Schimmelbildung. Die Ursachen können sowohl falsches Lüften als auch Mängel oder Schäden am Haus und im Mauerwerk sein.

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Die wichtigsten Schimmelarten

Schimmelarten: Von Aspergillus bis Zearalenon

Schimmelarten müssen eigentlich Schimmelpilzarten heißen. Nicht alle kommen im häuslichen Umfeld vor und schaden der menschlichen Gesundheit. Aber: Der Umgang mit Schimmelpilzen bleibt ein heikles Thema. Der Grund: Einigen Schimmelarten wird ein Zusammenhang mit Krebs nachgesagt und etlichen schreibt man die Auslösung diverser Formen der Allergie zu. Hier finden sie eine Übersicht über einige wichtige Arten des Schimmelpilze.

Schimmel produziert Schimmelpilzgifte

Schimmelpilze werden in verschiedene Klassen gemäß ihrer Gattung eingestuft. Damit wird ihre Gefährlichkeit für den Menschen nicht immer beschrieben. Fakt ist aber: Schimmelpilze, speziell die Sporen, lösen regelmäßig Atemwegserkrankungen, Allergien und andere Beschwerden beim Menschen aus. Der Grund: Einige Gattungen können gefährliche Schimmelpilzgifte produzieren, Mykotoxine. Diese Gifte stehen im Verdacht, teilweise schlimme Krankheiten zu verursachen.

Schimmelpilze im Wohnbereich gehören regelmäßig zur Gattung Aspergillus. Diese Gattung bringt verschiedene Arten hervor. Wissenschaftler haben sie untersucht, einige Gifte identifiziert und ihre Wirkung auf Säugetiere festgestellt. Das Ergebnis ist deutlich: Schimmelpilze sind gefährlich, auch für den Menschen.

Unser Tipp:Achten Sie bei der Bekämpfung eines möglichen Schimmelproblems immer auf die Konzentration des Befalls. Suchen Sie objektiv nach der Ursache für den Schimmel, und beheben Sie diesen Mangel. Unterscheiden Sie zwischen oberflächlichem Befall und Tiefenbefall. Oberflächlichen Befall sollten Sie mit relativ einfachen Methoden wirkungsvoll beseitigen können – unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen.

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Auch hinter Schränken, z.B. in der Küche können Schimmelpilze ideale Lebensbedingungen finden

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Epicoccum nigrum

Diese Schimmelart, genaugenommen muss man vom Schimmelpilz sprechen, ist bereits auf der menschlichen Haut nachgewiesen worden. Damit ist klar: Er kann dem Menschen gefährlich werden. Epicoccum nigrum produziert Gifte, deren Inhalation Allergien auslösen können.

Der Pilz gehört zu den Schwärzepilzen und wird verstärkt auf Gräsern und Getreidekörnern festgestellt. Dazu gehören Weizen, Gerste, Mais und Hafer. Aber: Diese Schimmelart macht auch vor Lebensmitteln, Papier und Textilien keinen Halt. Sie kommt weltweit vor und liebt Temperaturen zwischen 23 und 28 Grad. Salopp formuliert: Je wärmer und je kälter es wird, desto geringer das Wachstum. Ab 45 Grad Celsius wächst diese Schimmelart nicht mehr. Unter -3 Grad Celsius ebenfalls nicht. Aber Achtung: Das bedeutet nicht, dass die Pilze absterben oder ungefährlich sind.

Schimmelart: Penicillium brevicompactum

Diese Gattung gehört ebenfalls zu den Schimmelpilzen und liebt ein warmes wie feuchtes Umfeld. Ganz besonders gut geht es diesen Schimmelpilzen auf Obst, wie Zitrusfrüchten, Pfirsichen und Äpfeln. Gern gedeihen sie auch auf Brot, Fruchtsaft, Marmelade und sogar Käse. Aber: Man findet die Schimmelpilze Penicillium brevicompactum auch in Badezimmern, genau dort, wo die Feuchtigkeit vorprogrammiert ist, und zwar auf Wasserrohren, auf Fensterbänken, Gummidichtungen und im sonstigen häuslichen Umfeld unter anderem auf Matratzen und Polstermöbeln.

Penicillium brevicompactum entwickelt ein Mykotoxin, das beim Menschen allergische Reaktionen hervorrufen kann, zum Beispiel:

  • Nesselfieber
  • Asthma
  • Fließschnupfen
  • Husten

Eurotium herbariorum

Der Schimmelpilz Eurotium herbariorum wird den Aspergillen zugeordnet, jener Gruppe also, zu der zum Beispiel auch der Schwarzschimmel Aspergillus niger zählt. Sie erinnern sich? Diese Schimmelpilze kommen sehr oft an Wänden vor. Eurotium ist  die Hauptfruchtform des Aspergillus. Sie bildet das Schimmelpilzgift, das Mykotoxin, Ochratoxin A.

Mit Eurotium herbariorum sollten Sie nicht spaßen oder zimperlich umgehen. Wirkungsvolle Methode, diesen Pilzen keine große Chance zu geben, ist Reinlichkeit besonders im Schlafbereich.

Chaetomium globosum

Er kann nicht nur die Bausubstanz zerstören, er ist auch für den Menschen kein guter Geselle. Oft treten bei Inhalation der Sporen Hautinfektionen, Sinusitis, Peritonitis und andere Beschwerden auf. Ansonsten macht sich diese Schimmelart gern über pflanzliche Rückstände her und zersetzt Papier und Textilien. Ganz besonders nach Wasserschäden findet man diese Schimmelpilze oft. Weil diese Pilze die Dunkelheit mögen, sind sie auch in alten Archiven, wo viel Papier gelagert wird, zu finden. Oft sind Archive nicht klimatisiert, das heißt: Die Luft kann schon mal feuchter sein, als optimal.

Wer sich wundert, warum Holz zum Beispiel seine Integrität verliert, sollte prüfen ob es nicht von Chaetomium globosum befallen ist.

Übrigens: Die Schimmelart Chaetomium globosum kommt weltweit vor und bildet nur sehr wenige Sporen.

Cladosporium cladosporioides

Es gibt weit gefährlichere Schimmelarten. Trotzdem gilt: Stark sensibilisierte Menschen sollten den Kontakt mit diesen Schimmelpilzen vermeiden. Das heißt zum Beispiel: Rasenschneiden und sonstige Gartenarbeit sind für diese Menschen Gift. Cladosporium cladosporioides kann die folgenden Beschwerden auslösen:

  • Niesanfälle
  • Nesselfieber
  • Asthma als Schimmelpilzallergie
  • Husten
  • Fließschnupfen

Hinweis: Im Zweifel empfiehlt es sich immer, einen Experten zu Rate zu ziehen.

Geschätzter Schädling: Botrytis cinerea

Keine Angst, dieser Schimmelpilz wird dem Menschen eher nicht gefährlich, obwohl die Inhalation der Sporen durchaus Allergien auslösen kann – dies aber vornehmlich bei sensibilisierten Menschen, das heißt, bei jenen, die bereits unter Allergien leiden. Betroffene reagieren dann allerdings auf alle dem menschlichen Organismus nicht bekannte Fremdstoffe.

Es gibt Schimmelarten, die auf der einen Seite als Schädlinge gelten, auf der anderen Seite aber schwer geschätzt werden. Dazu gehören die Schimmelpilze der Botrytis cinerea. Schädlich werden sie, wenn sie Beeren und Kernobst befallen, zum Beispiel Erdbeeren, sich über Salate, Möhren, Kohl und Sellerie hermachen. Gern gesehen ist dieser Schädlich aber als Auslöser der sogenannten Edelfäule. Die werden bei Weinbeeren gebraucht, die für die Trockenbeeren-Auslese vorgesehen sind.

Es gilt: Botrytis cinerea ist eine anspruchslose Art, die nach aktuellem Wissensstand keine Gifte bildet. Menschen mit funktionierendem Immunsystem reagieren in der Regel nicht auf diese Pilze und ihre Sporen. Dennoch sollte man den intensiven Kontakt mit Schimmelpilzen und deren Fortpflanzungsorganen, den Sporen vermeiden. Das ist eine rein hygienische Vorsichtsmaßnahme. Sensibilisierte Menschen reagieren bei Inhalation der Sporen zum Beispiel mit Niesanfällen, die an Heuschnupfen erinnern.

Aureobasidium pullulans - ein nützlicher Parasit

Diese Art der Gattung Aureobasidium findet man zum Beispiel in Blumenerde, im Kompost, Pflanzenteilen, im Abwasser, auf Früchten und Furchtprodukten sowie Samenmaterial. Territorial kennen diese Schimmelpilze keine Grenzen. Sie kommen nahezu weltweit vor. Gefürchtet werden sie besonders wegen ihres zerstörerischen Potentials. So greifen sie zum Beispiel Tapeten und Holz direkt an. Selbst vor Farbanstrichen macht die Schimmelart Aureobasidium pullulans nicht Halt. Aber auch der Mensch ist nicht vor ihr sicher. Der Reigen möglicher gesundheitlicher Folgen beginnt bei verschiedenen allergischen Reaktionen, setzt sich über Hautinfektionen und Lungeninfektion fort und reicht bis zur Peritonitis und systemischen Infektionen.

Hinweis: Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten den intensiven Kontakt mit dieser Schimmelart möglichst meiden.

Aureobasidium pullulans ist ein nützlicher Parasit, denn die Pilze dieser Schimmelart werden im Rahmen der Biotechnologie genutzt. Sie produzieren Pullulan, ein Stoff, der zum Beispiel als Zusatz oder auch Verdickungsmittel bei energiereduzierten Lebensmitteln gebraucht wird.

Übrigens: Die Aureobasidium pullulans wachsen in einem Temperaturbereich von 5 bis 35 Grad, wobei sie angenehme 25 Grad schätzen.

Aspergillus flavus - Der Fluch der Pharaonen

Schimmelarten erlangen manchmal traurige Berühmtheit. So etwa, wie die Art Aspergillus flavus. Als Fluch der Pharaonen ging diese Art aus der Gattung der Aspergillen in die Geschichte ein. Tatsächlich produzieren gerade die Aspergillus flavus Gifte, die für Menschen sehr gefährlich werden können.

Gifte verschiedener Schimmelarten können lebensgefährliche Folgen für den Menschen haben – bis hin zu tödlichen Krankheitsbildern. So war es, als man das Grab des Tut-ench-Amun öffnete. Darin befanden sich große Mengen von Schimmelsporen. Sie gehörten zu den Aspergillus flavus. Diese Schimmelpilze prodzuieren Stoffwechselprodukte, die Mykotoxine, wie zum Beispiel das Aflatoxin, das Menschen möglichst meiden sollten. 30 Menschen haben die Ausgrabungen rund um den mystischen Pharao das Leben gekostet. Darum nennt man Aspergillus flavus noch heute Fluch des Pharao.

Grundsätzlich kann diese Schimmelart allergische Reaktionen auslösen. Außerdem befallen Sie gern verschiedene Organe, wie den Darm die Lunge oder den Magen. Betroffen sind im Falle einer Reaktion meist Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem.

Zur Gattung der Aspergillen zählen auch die Schimmelpilze Aspergillus niger, der schwarze Schimmelpilz. Das Schimmelpilzgift dieser und anderer Arten der Aspergillen greift gern die schwächsten Organe in einem Menschen an. Es kommt also auf die Konstitution der Betroffenen an, welche Krankheitsbilder in Folge eines intensiven Kontakts mit den Giften auftreten. Die Liste der tödlichen Erkrankungen reicht von Nierenbluten über Krebs bis hin zum Herzversagen. Jene Menschen, die im Zuge der Ausgrabungen in Ägypten ihr Leben gelassen haben, sind tatsächlich an verschiedenen Krankheiten gestorben, die zunächst nicht mit dem Gift der Aspergillen in Verbindung gebracht worden sind.

Aspergillus versicolor

Auch diese Schimmelart trifft  man sowohl im häuslichen Umfeld aus auch in freier Natur. Sehr häufig kommt sie aber auf Lebensmitteln und Fleisch vor, befällt Getreide und steckt im Hausstaub. Das dürfte Aspergillus versicolor so gefährlich für Menschen mit geschwächtem Immunsystem machen. Das Problem: Diese Schimmelart, besser Schimmelpilzart produziert ein Mycotoxin, das krebserregend ist. Experten sprechen vom kanzerogenen Potential des Giftes. Beim Namen genannt heißt es Sterigmatocystin. Damit nicht genug: Der Kontakt mit dieser Schimmelart kann außerdem zu Nieren- und Leberschäden führen. Wichtig: Hier geht es um sensibilisierte Menschen mit geschwächter Abwehr sowie um intensiven Kontakt.

Wichtig für Menschen mit geschwächtem Immunsystem:

Einige Aspergillus-Arten entwickeln Mykotoxine, wie das Aflatoxin, das Lebensmittel-vergiftungen hervorrufen kann. Nahezu allen Arten wird das Auslösen von allergischen Reaktionen nachgesagt. Sensibilisierte immun- bzw. abwehrgeschwächte Menschen sollten den Kontakt mit diesen Schimmelarten vermeiden. Aspergillus versicolor ist aufgrund seines Vorkommens tückisch. Er findet sich zum Beispiel im Hausstaub.

Tipp: Hausstaub werden Sie nie gänzlich vermeiden können, wohl aber verringern Sie sein Aufkommen, indem Sie zum Beispiel auf Teppichböden verzichten, mindestens aber auf grobmaschigen Bodenbelag. Auch der Fensterbehang sollte staubreduzierende Eigenschaften haben. Gleiches gilt für die Bettwäsche. Lassen Sie Tücher und Kleidung nicht offen herumliegen. Reinigen Sie nach Möglichkeit immer feucht, das bindet Staub.

Alternaria alternata

Diese Pilze werden der Gruppe der Schwärzepilze zugeordnet, die zu den Schimmelpilzen gehören und damit auch im häuslichen Umfeld wahrscheinlich sind. Aber: Bevorzugte Nahrungsgrundlage sind verfaulte Pflanzen und Laub. Darum findet man die Alternaria alternata vornehmlich in sumpfiger Umgebung. Vornehmlich bedeutet allerdings auch, dass diese Schimelpilze gern auch andere Nahrungsgrundlagen annehmen und sich auch in alternativen Umgebungen wohlfühlen – auch trockene. Und das sind zum Beispiel Mehl, Obst und/oder Gemüse wie auch textile Tapeten und/oder Leinenstoffe. An Wänden kommen die Alternaria alternata ebenfalls vor.

Wichtig für empfindliche Menschen

Meiden Sie in den Monaten Mai bis September Gartenarbeiten, wie Rasenschneiden, oder ausgedehnte Spaziergänge entlang, durch und/oder über Felder und Wiesen. Die Pilze der Gattung Alternaria kommen oft auf trockenen Pflanzen (Gras und/oder Rasen) und Getreide vor. Im Juli und August ist die Sporenbelastung durch die Alternaria besonders intensiv. Das liegt an den idealen Witterungsbedingungen für diese Schimmelpilze.

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Abblätternde Farbe im Keller oder an den Außenmauern des Gebäudes ist ein Symptom für aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk. Auch das kan eine Ursache für Schimmel im Gebäude sein.

Abblätternde Farbe im Keller oder an den Außenmauern des Gebäudes ist ein Symptom für aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk. Auch das kan eine Ursache für Schimmel im Gebäude sein.

Tips zur Schimmelbekämpfung

Auch abgestorbene Schimmelsporen sind gefährlich

Schimmel lässt sich durchaus bekämpfen. Aber: Im Zuge einer Schimmelsanierung sollten Sie sich selber schützen. Dafür gibt es zwei Gründe:

  1. Auch abgestorbene Schimmelsporen sind für den Menschen gefährlich.
  2. Eine direkte Berührung des Schimmels kann Hautirritationen hervorrufen.

Darum sollten Sie bei der Schimmelsanierung folgende Verhaltensregeln beachten:

  • Tragen Sie Haushaltshandschuhe, die Sie anschließend vernichten.
  • Bei schwerem Schimmelbefall sollten Sie eine Einwegatemmaske nutzen.
  • Nutzen Sie Tücher und Schwämme nach der Sanierung nicht weiter.
  • Duschen Sie nach der Arbeit. Waschen Sie Ihre Kleidung gründlich.
  • Im Zweifel sollten Sie einen Einwegschutzanzug über Ihre Kleidung ziehen.

Sechs Tips zur Schimmelsanierung

Im Zweifel von einem Fachmann beraten lassen

Lassen Sie sich im Zweifel von einem Fachmann beraten, wie Sie den Schimmel an den Wänden richtig sanieren. Schwerer Befall ist im Übrigen Sache des Profis, denn der entfernt nicht nur den Schimmel. Er wird zugleich die Ursache beheben, sollte die baulich bedingt ist. In manchen Fällen ist es ratsam, den betroffenen Bereich eines Hauses nicht mehr aktiv zu bewohnen. Das gilt besonders für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Was bei der Bekämpfung und nachhaltigen Beseitigung von Schimmel zu beachten ist

Tip 1

Frischer Befall bedeutet in der Regel oberflächliches Wachstum des Schimmelpilzes. Sie können kleine Stellen oft schon durch Desinfektion reinigen. Poröse Stellen wischen Sie vorab mit einem feuchten Tuch ab. Sollten Sie einen Staubsauger nutzen, muss der über sogenannte HEPA-Filter verfügen. Ist das nicht der Fall, verteilen Sie die Sporen über die Abluft des Staubsaugers im gesamten Raum, züchten damit neuen Schimmel und setzen sich selber massiver Sporenbelastung aus.

Tip 2

Desinfizieren Sie kleine und junge Befallstellen mit synthetischem Alkohol. 70 bis 80 % sind ideal. Tragen Sie den Alkohol mehrfach großzügig mit einem Lappen oder Pinsel auf die befallenen Stellen. Benutzen Sie nach Möglichkeit keine Sprühflaschen. So vermeiden Sie Aerosolbildung. Dadurch können sich Sporen lösen.

Tip 3

Je größer der Befall mit Schimmel ist, desto älter ist der Schimmelpilz selber. Hier müssen Sie richtig sanieren: Tapeten runter, bei tieferem Befall auch die Putzschicht großzügig entfernen.

Tip 4

Schimmel bildet Sporen, die durch die Raumluft schweben. Darum sollten Sie im Zuge der Schimmelsanierung alle Oberflächen des betroffenen Raumes gründlich feucht reinigen.

Tip 5

Bauwerksmängel (bauliche Mängel), die als Ursache für den Schimmelbefall identifiziert worden sind, müssen Sie beseitigen. Lassen Sie das aber Experten machen. Denn auch eine fehlerhafte Ausführung der Baumaßnahmen kann zu Schimmel führen.

Tip 6

Überprüfen Sie Ihre Lebensgewohnheiten selbstkritisch. Eventuell haben Sie ein Klima geschaffen, das die Schimmelbildung fördert, zum Beispiel mit vielen Pflanzen. Keine Sorge: Sie müssen nicht alle Pflanzen entfernen. Aber: Bei jedem Gießen sorgen Sie für Luftfeuchtigkeit. Die Pflanzen selber dünsten aus, etc.